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Taylor vertrat fünf einfache Prinzipien, die wie folgt zusammengefasst werden können:
Sein "wissenschaftlicher Ansatz" erforderte eine genaue Beobachtung und Messung selbst der Routinearbeiten, um die optimale Leistung zu ermitteln und gipfelte in den berühmt gewordenen Zeit-Bewegungs-Studien. Anschauliche Beispiele für diese Arbeitsprinzipien finden sich auch heute noch zuhauf. In vielen Firmen ist die Arbeit bis in die kleinsten Einzelheiten durchorganisiert, wie es der folgende Auszug aus einer Checkliste für die Bewertung des Personalverhaltens in einer Schnellimbisskette illustriert. Unter dem Punkt "Ausführung der Bestellung" heißt es:
Ähnlich wird vorgegangen, wenn in Büros komplexe Aufgaben in spezialisierte Segmente zerlegt werden, die dann verschiedenen Angestellten übertragen werden. Bei der Bearbeitung eines Versicherungsanspruchs kann deshalb ein Angestellter für die Überprüfung des Anspruchs anhand der Police zuständig sein, ein weiterer gibt ein Gutachten in Auftrag, ein dritter führt es durch, ein vierter begutachtet des Gutachten usw. Die Produktivität konnte so um ein Mehrfaches gesteigert werden, die menschlichen Probleme wuchsen jedoch ebenso rasant. Als etwa Henry Ford sein erstes Fliesband bei der Produktion des Modells T einsetzte, stieg die Fluktuation des Personals auf 380% im Jahr an. Erst durch die Verdoppelung der Löhne – die berühmten "5 Dollar pro Tag" konnte man die Situation stabilisieren. Auch heute lässt sich beobachten, dass Menschen in Zeiten der Vollbeschäftigung diese Arbeit tendenziell meiden, da sie sie als langweilig und entfremdet erleben. Ebenso wie das System der Massenproduktion verlangte, dass die Produkte aus austauschbaren Teilen montiert wurden, hat Taylor mit seinem System den Arbeitsplatz so rationalisiert, dass man ihn mit austauschbaren Arbeitern besetzten konnte. Quelle: Gareth Morgan: Bilder der Organisation, Klett-Cotta-Verlag |
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