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In einer von Karmasin Motivforschung im Auftrag des Beratungsunternehmens Train Consulting durchgeführten Studie wurden 3000 Führungskräfte eingeladen, an einer Onlinebefragung zum Thema Führung teilzunehmen. Abgefragt wurde die Selbsteinschätzung der Führungskräfte, wie sie ihr eigenes Tun und Handeln erleben. Aus den 500 Antworten ergaben sich schließlich 367 voll verwertbare Fragebögen mit durchaus aufschlussreichen Ergebnissen: Führung als eigene Profession (mit den Feldern: Theorie, Instrumente, Rollenklarheit) hat sich noch nicht wirklich bis zu den Führungskräften herumgesprochen. Ob wir zum Friseur gehen, einen Arzt aufsuchen, das Auto in die Werkstatt stellen oder an einem Yoga-Kurs teilnehmen – wir erwarten, dass unser Gegenüber "weiß, was er tut", d.h. über ein Grundwissen darüber verfügt, womit er/sie es zu tun hat. Wissen darüber, was zu tun ist und warum genau das zu tun ist. Mit anderen Worten: Handeln auf Basis eines Modells, einer Theorie. Bei Führung ist davon so gut wie keine Rede. Sowohl was eine geschlossene Theorie anlangt als auch die Lust von Führungskräften, sich mit Theorie zu beschäftigen. Eines der markanten Ergebnisse der Studie ist denn auch: Führung lässt sich (erschreckend) wenig von einer Theorie leiten.
Da überrascht es dann auch nicht, dass der überwiegende Teil der Führungskräfte Führungsinstrumente "aus dem Bauch heraus" wählt, jedoch nur selten auf Basis fundierten Wissens.
Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei den Antworten in Bezug auf die eigene Rollenklarheit:
Betrachtet man das Gesamtergebnis auf Ebene der "Profession" (Theorie, Instrumente, Rollenklarheit), dann ist dies die Ebene mit der geringsten Zustimmung. Denn nur 29% der befragten Führungskräfte sagen, dass sie auf der Ebene der Profession hervorragend oder ausgesprochen zufrieden mit ihrer eigenen Leistung sind. Etwas besser, aber ebenfalls nicht berauschend, fällt die Einschätzung der eigenen Personalführung aus:
Das in dieser Deutlichkeit doch überraschende Fazit über alle abgefragten Punkte: Nur 18% der Befragten geben an, mit ihrer Führungsleistung zufrieden zu sein. Woran liegt das? Welche Missverständnisse prägen laut Studieninitiatorin Dr. Ruth Seliger von Train Consulting unser Verständnis von Führung? Missverständnis 1: Missverständnis 2: Missverständnis 3: Missverständnis 4: |
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