Beschäftigungsausblick für das 4. Quartal 2009

Die Firma Manpower veröffentlichte kürzlich den neuesten Beschäftigungsausblick: von Entwarnung keine Spur, nur in zwei Branchen über wiegt die Einstellungsbereitschaft deutlich.

751 Personalchefs aus allen Branchen und Bundesländern wurden im Auftrag von Manpower zu den Beschäftigungsaussichten in ihrem Unternehmen befragt. 10% gaben an, ihre Mannschaften im Herbst aufstocken zu wollen. Ihnen stehen 13% gegenüber, die abbauen müssen. 76% belassen den Mitarbeiterstand, 1% enthielt sich der Antwort.

Nach Branchen ortet Manpower Chef Erich Pichorner die größte Einstellungsbereitschaft in der Energieversorgung und im öffentlichen und sozialen Bereich. Weniger gut sieht es in Verkehr & Telekommunikation und in Hotellerie & Gastronomie aus: "In diesen Sektoren wird es zu deutlichen Einsparungen kommen." Auch Produktion, Handel und Bergbau & Rohstoffgewinnung erwarten Personalabbau.

Nach Bundesländern ist dezenter Optimismus in Kärnten und in Tirol zu erkennen, Pessimismus im Burgenland und in Salzburg: "Auffallend ist die jeweilige Trendumkehr zum letzten Quartal. Bundesländer, die im Sommer starke Rekruting- oder Kündigungs-bewegungen erlebt haben, bleiben im Herbst stabil oder rutschen nur leicht ins Minus. Umgekehrt zeigen Länder, in denen sich zuletzt Personalauf- und -abbau eher die Waage gehalten haben, deutliche Ausschläge in beide Richtungen."

Die Jobchancen nach Bundesländern

Wien: Nach einem turbulenten letzten Quartal beruhigt sich der Markt. 11% der Unternehmen planen positive Veränderungen, 12% negative. 77% halten den Status quo.

Niederösterreich: Sehr vorsichtig, aber optimistischer als zuletzt: 9% wollen Personal aufbauen, 10% reduzieren. 81% lassen den Mitarbeiterstand konstant.

Burgenland: Mächtiges Minus mit saisonalem Hintergrund: Nur 1% der Betriebe sucht Leute, 20% setzen Mitarbeiter frei. 79% erwarten keine Änderung.

Oberösterreich: Nach langer Hochphase nehmen nur mehr 11% der Unternehmen neue Mitarbeiter auf, 14% kündigen. 72% halten den Stand stabil, 3% sind noch unsicher.

Steiermark: Nach erfreulichem Plus im Vorquartal diesmal nur mehr Gleichstand zwischen Personalauf- und -abbau, dafür mit je 14% lebhaft in beide Richtungen. 69% erwarten keine Änderung, 3% sind unschlüssig.

Kärnten: Zuletzt Schlusslicht, nun ein leichtes Plus: 9% planen, neue Mitarbeiter anzuheuern, vergleichsweise geringe 7% müssen Kündigungen aussprechen. 84% sind mit dem Stand zufrieden.

Salzburg: Lange neutral, nun wird gespart: 9% rekrutieren, 16% kündigen. 75% bleiben stabil.

Tirol: Starke Ausschläge nach oben und unten: 18% nehmen neue Leute auf, 17% reduzieren die Zahl. 63% sind neutral, 2% unschlüssig.

Vorarlberg: Liegt im Österreich-Schnitt: 9% bauen auf, 12% bauen ab. 79% lassen ihre Mannschaften, wie sie sind.

Die Jobchancen nach Wirtschaftssektoren

Bauwesen: Zuletzt schwer im Minus, nun beruhigt: je 9% der Betriebe wollen Personal aufnehmen bzw. reduzieren. 81% halten den Stand, 1% lässt die Antwort offen.

Bergbau & Rohstoffgewinnung: Flaute unter Tag: Nur 1% der Gesellschaften sucht Leute, 6% bauen ab. Unveränderten Stand halten 89%, 4% sind unschlüssig.

Energieversorgung: Die besten Jobchancen Österreichs: 12% sind auf Mitarbeitersuche, nur 5% müssen reduzieren. 82% sind zufrieden, 1% unsicher.

Gastronomie & Hotellerie: Absturz: Nur 7% der Betriebe planen Neueinstellungen, aber 21% rechnen mit Freistellungen. 72% belassen ihre Mitarbeiterzahl.

Handel: Minus trotz Weihnachtsgeschäft: 6% der Geschäfte bauen auf, 11% sparen. 80% bleiben konstant, 3% enthalten sich der Antwort.

Kredit- & Versicherungswesen, Immobilien, unternehmensnahe Dienstleistungen: Umkreisen den Nullpunkt: 11% suchen Leute, 12% reduzieren. 76% kommen ohne Veränderungen durch, 1% ist unschlüssig.

Land- & Forstwirtschaft: Leichtes Minus mit 14% Aufbau zu 16% Abbau. 69% wollen keine Änderungen vornehmen, 1% wartet noch ab.

Öffentliche Hand & Soziales: Gute Prognose mit 11% Zuwachs und 7% Reduktion. Die übrigen 82% lassen alles, wie es ist.

Sachgütererzeugung: Tiefer ins Minus: 11% rechnen mit Neuaufnahmen, 17% mit Kündigungen. 71% kommen mit ihren Mannschaften durch, 1% enthält sich der Antwort.

Verkehr & Telekommunikation: Tief in der Krise: Nur 7% der Unternehmen suchen Leute, während sich 25% ein Sparprogramm verordnet haben. 66% können ihre Mitarbeiter halten, 2% lassen die Antwort offen.

Quelle: Pressetext (pts) vom 23.09.2009

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