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Im zweiten Manpower Beschäftigungsausblick für 2009 gaben immerhin 11% der heimischen Personalverantwortlichen an, zusätzliche Leute engagieren zu wollen. Gleichzeitig müssen 7% ihren Personalstand reduzieren. Befragt wurden 757 österreichische Betriebe nach ihren Plänen für das 2. Quartal. Österreichs Unternehmen erwarten einen personell relativ stabilen Frühling. Damit sind sie weltweit eher die Ausnahme. "Ich führe das auf das heimische Kreativpotenzial zurück," sagt Manpower Geschäftsführer Erich Pichorner. "Hierzulande werden erst alle Alternativen wie Kurzarbeit, freiwillige Gehaltskürzungen und flexible Beschäftigung ausgeschöpft, bevor gekündigt wird." Ähnlich konstruktiv sind (in absteigender Reihenfolge) auch Europas Arbeitgeber in Polen, der Schweiz, Holland, Deutschland und Norwegen. Weniger gut sieht es in Frankreich, Tschechien, Schweden, Rumänien, Italien, Großbritannien, Spanien und Irland aus. Letzteres trifft der Jobcut europaweit am härtesten. Die Krise der Arbeitsmärkte macht sich auch im bisher boomenden Asien bemerkbar. Für Erich Pichorner verschärft sich die Lage durch den Rückgang der Nachfrage aus dem Westen schnell. Ausnahme ist Indien, wo sich der Dienstleistungssektor erfreulich widerstandsfähig zeigt. In China leiden die Fabriken unter fehlenden Aufträgen. Auch Japan, Australien und Singapur geben ihre bislang schwächsten Prognosen ab. Die größten Einschnitte erwarten - gegen den üblichen saisonalen Trend - Singapur, Neuseeland und Taiwan. Die Werte werden mit jenen während der SARS Pandemie 2003 verglichen. Die Jobaussichten in Amerika sind auch sowohl zum Vorjahr als auch zum letzten Quartal mager. In den USA erinnert die Stimmung an die Rezession von 1982. Hier macht besonders die Autoindustrie zu schaffen. Allerdings will eine überdurchschnittlich hohe Anzahl an Arbeitgebern aus anderen Branchen nicht mehr weiter am Personalstand schrauben. Für Erich Pichorner ein gutes Zeichen: "Sie gehen davon aus, mit der aktuellen Personalstruktur durchzukommen." Mexiko, bislang ein Beschäftigungsmotor, sieht sich seit dem letzten Quartal erstmals mit einem negativen Saldo zwischen Personalauf- und -abbau konfrontiert. In Kanada gilt alle Aufmerksamkeit dem schwächelnden Produktionssektor. (Ende) Die Jobchancen nach BundesländernBesonders viel rekrutiert wird im Burgenland, wo saisonal bedingt viele Stellen vergeben werden. Überdurchschnittlich gut sieht es auch in Vorarlberg und der Steiermark aus, weniger günstig hingegen in Tirol und Kärnten. Mit den All-Time-Highs des Vorjahres darf man diese Werte aber nicht vergleichen. • Wien: 8% der Befragten haben vor, zusätzliches Personal aufzunehmen. 4% müssen abbauen, 86% halten den Personalstand stabil, 2% sind noch unschlüssig. Die Jobchancen nach WirtschaftssektorenDie Personalverantwortlichen geben sich mehrheitlich optimistisch. Die Zahl der Unternehmen, die Mitarbeiter aufbauen wollen, übersteigt die, die Abbau ankündigen. Sechs der zehn Branchen erwarten sogar Verbesserungen zum trüben letzten Quartal (Land- & Forstwirtschaft, Bergbau & Rohstoffgewinnung, Handel, Öffentliche Hand & Soziales, Sachgütererzeugung und Verkehr & Telekommunikation). • Bauwesen: Mit je 12% herrscht Gleichstand zwischen Personalauf- und -abbau. 75% der unternehmen wollen die Mitarbeiterzahl beibehalten, 1% enthält sich der Antwort. Quelle: Pressetext vom 10.03.2009 |
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